Ägypten Altes Reich

Ägypten Neues Reich

Ägypten Spätzeit

Tal der Könige und Nummerierung der Gräber

Einige weitere wichtige Nekropolen sind:

Saqquara
Giza
Kahun
Achmim
Assuan - Qubbet el Hawa
Athribis
Bahariya
Beni Hassan
Baharija

Edfu
Nabta
Minshat Abu Omar
Theben West
Theben Ostregion
Tuna el Gebel ...

Kurze Geschichtsübersicht Ägyptens:

Ab 5000 v. Chr.
Wegen einer Klimaveränderung wird es in Afrika immer wärmer,
und dort, wo es einst fruchtbare Savannen und große Seen gab,
entsteht trockenes Wüstengebiet (Sahara). Die Bewohner wandern
im Laufe der Jahrhunderte auf der Suche nach Wasser nach Süden
oder Norden ab und lassen sich u.a. im fruchtbaren Tal des
insgesamt 6.671 Kilometer langen Nil (ägyptischer Anteil heute
1.550 Kilometer) nieder, wo sich die erste Hochkultur des
afrikanischen Kontinents entwickelt.

3200 v. Chr.
Mit der Vereinigung von Ober- und Unterägypten unter dem
legendären Pharao (König) Menes beginnt die eigentliche Geschichte
des „Alten Ägypten„, die um 290 v. Chr. der hellenistisch-gebildete
Priester Manetho niederschreibt und in 30 Dynastien einteilt, wobei er
die I. und die II. Dynastie in die Zeit von 2900 bis 2640 setzt und
aufgrund der Herrkunft der „göttlichen“ Könige (Thinis in Oberägypten)
als „Thiniten-Zeit“ bezeichnet.

Um 3000 v. Chr.
In Ägypten wird die Hieroglyphenschrift entwickelt.

2778 v. Chr.
Djoser, der erste Pharao der III. Dynastie, gründet das bis um
2260 bestehende sogenannte „Alte Reich“. Hauptstadt des in
42 Gaue aufgeteilte, bis südlich von Assuan reichende Land,
ist Memphis (nahe Kairo). Seine Nachfolger unterhalten ab etwa
2500 bereits intensive Handelsbeziehungen bis nach Vorderasien.

Ab 2723 v. Chr
Während der IV. ägyptischen Dynastie (bis 2563) lassen die
Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos – sie führen
den Titel „Sohn des Re“ (Sonnengott) „ die großen Pyramiden
und den Sphinx von Giseh errichten. (Das Grabmal von Cheops
ist mit 147 Metern Höhe [heute noch 138] und 227 Metern Breite
die größte der Pyramiden.)

Ab 2260 v. Chr.
Aufgrund politischer und sozialer Unruhen, begleitet von zahllosen Schlachten im Süden (Nubien) und Osten (Palästina, Sinai), zerfällt Ägypten nach dem Tod von Phiops II. wieder in mehrere Einzelstaaten.

Ab 2160 v. Chr.
Die Könige von Theben (heute Luxor) vereinen Ägypten wieder zu einem Großreich. Damit beginnt laut Manetho die XI. Dynastie und das „Mittlere Reich“.

Ab 1991 v. Chr.
Die Pharaonen der XII. Dynastie verlegen den Regierungssitz wieder nach Norden in die Nähe des heutigen Kairo. Sesostris III. kann nach zahlreichen Kämpfen das goldreiche Nubien bis zum 3. Nilwasserfall seinem Reich einverleiben.

Ab 1785 v. Chr.
Ägypten beginnt erneut zu zerbröckeln. Die nubischen Gebiete müssen nach und nach aufgegeben werden.

Um 1650 v. Chr.
Die ursprünglich aus Asien stammenden Hyksos erobern das Land am Nil und machen Auaris im östlichen Nildelta zur Hauptstadt des Reiches.

Um 1550 v. Chr.
Beginn des sogenannten „Neuen Reiches“: Nach der Vertreibung der Hyksos regieren wieder die ägytischen Pharaonen über die Gebiete von Syrien bis Nubien.

1364 v. Chr.
Amenophis IV., genannt „Echnaton“, regiert zusammen mit seiner Gemahlin Nofretete das ägyptische Großreich. Er führt den Monotheismus ein (Erhebung des Sonnengottes Aton zur alleinigen Gottheit), womit er die Priesterschaft gegen sich aufbringt und eine religiöse Revolution auslöst.

1347 v. Chr.
Echnatons Sohn Tutenchamun wird von der Amun-Priesterschaft zur Abschaffung des Monotheismus zugunsten einer Dreiheit des göttlichen Prinzips gezwungen.

Ab 1279 v. Chr.
Ramses II. (19. Dynastie) ist der letzte große Pharao eines vereinigten Ägypten. Im Jahre 1275 unterliegt er dem Hethiterherrscher Muwatallis (Hauptstadt des Hethitergroßreiches ist Hattuša, etwa 150 Kilometer nordöstlich der heutigen türkischen Hauptstadt Ankara) im syrischen Kadesch, kann sich jedoch mit dessen Nachfolger Hattušili III. auf eine Machtteilung über Syrien einigen. Nach dem Tod von Ramses II. im Jahre 1212 beginnt der langsame Niedergang des ägyptischen Großreiches.

Ab Mitte des 10. Jahrhunderts v. Chr.
Während das ägyptische Großreich allmählich zerfällt, steigt die Macht der offiziell den ägyptischen Pharaonen untergebenen nubischen Könige von Napata (westlich des 4. Nil-Wasserfalls im heutigen Sudan). Ihr Einfluß auf das ägyptische Militär sowie die ägyptische Verwaltung nimmt ständig zu.

Ab 745 v. Chr.
Das inzwischen stark verkleinerte Ägypten wird von aus Nubien stammenden Königen regiert.

Um 669 v. Chr.
Die Assyrer unterwerfen Ägypten, werden jedoch von Psammetich I. (26. Dynastie) schon 663 wieder vertrieben und in ihr ursprüngliches Machtzentrum in Mesopotamien zurückgedrängt, (wo sie schließlich 612 v. Chr. von den verbündeten Medern und Babyloniern endgültig unterworfen werden.) Damit geraten die Gebiete der heutigen Staaten Israel, Jordanien, Syrien und Libanon wieder unter ägyptischen Einfluß.

587 v. Chr.
Der babylonische König Nebukadnzar II. vertreibt die Ägypter aus den heutigen Staaten Israel, Jordanien, Syrien und Libanon.

525 v. Chr.
Ägypten wird unter dem Achämenidenkönig Kambyses II. dem Perserreich einverleibt, erhält jedoch weitgehende Selbstverwaltung und Religionsfreiheit.

332 v. Chr.
Ägypten fällt kampflos an den Makedonier Alexander den Großen, der inzwischen ganz Klein- und Vorderasien erobert hat und bis zu seinem Tode im Jahre 323 noch fast das gesamte restliche Perserreich unterwirft.

Ab 323 v. Chr.
Ptolemaios, ein Feldherr Alexander des Großen, übernimmt die Verwaltung Ägyptens und macht sich im Jahre 305 als Ptolemaios I. Soter zum König von Ägypten. Hauptstadt des Reiches, das auch die Gebiete der heutigen Staaten Israel, Libanon, Jordanien sowie das südliche Syrien und ab 294 die Insel Zypern umfaßt, ist die Mittelmeerhafenstadt Alexandria.

198 v. Chr.
Äypten verliert die Gebiete der heutigen Staaten Israel, Libanon und Jordanien an den Seleukidenkönig Antiochos III.

2. September 31.v. Chr.
In der Seeschlacht bei Actium an der Westküste Mittelgriechenlands besiegt Marcus Vipsanius Agrippa, Feldherr des römischen Konsuls Octavianus (des späteren Kaisers Augustus), die Flotte der ägyptischen Königin Kleopatra VII.

3. August 30 v. Chr.
Alexandria wird von den Römern unter Kaiser Augustus erobert. Königin Kleopatra VII., die letzte Herrscherin der Ptolemäer-Dynastie, begeht Selbstmord.

17. Januar 395 n. Chr.
Nach der Teilung des Römischen Reiches wird Ägypten Provinz des Oströmischen (Byzantinischen) Reiches und von Konstantinopel (Istanbul) aus verwaltet und teilweise christianisiert.

Ab 640
Die islamischen Araber, inzwischen Herren über ganz Vorderasien und einen Großteil des Perserreiches, erobern unter dem zweiten Kalifen Omar I. (Umar ibn Abd al-Chattab) bis 644 das gesamte Niltal und bringen den Islam sowie die arabische Sprache nach Ägypten.

Um 650
Ägypten unterzeichnet mit den christlichen Königreichen im heutigen Sudan Friedensverträge.

868
Beginn der von Ahmed Ibn Tulun begründeten Tuluniden-Dynastie (bis 905).

969
Die Fatimiden erobern Ägypten von Westen (Libyen) aus und gründen Kairo, das Zentrum des schiitisch-islamischen Kalifats.

Ab 1171
Sultan Salah ad-Din (bis 1193), Begründer der sunnitisch-islamischen Aijubiden-Dynastie (bis 1250), übernimmt die Macht in Ägypten und mobilisiert die arabische Welt zum Heiligen Krieg gegen die christlichen Kreuzfahrerstaaten. Seinen Truppen gelingt die Vertreibung der christlichen Kreuzritter sowohl aus Jerusalem als auch aus den meisten Städten entlang der palästinensischen und syrischen Mittelmeerküste.

1219
Während des fünften Kreuzugs nehmen die christlichen Kreuzfahrer das ägyptische Damiette ein, müssen es jedoch bereits 1221 wieder aufgeben.

Um 1250
Die Mameluken (aufständische Söldner und Sklaven, die hauptsächlich aus der Türkei rekrutiert worden waren) stürzen die Dynastie der Aijubiden und übernehmen (bis 1517) die Macht in Ägypten.

23. Januar 1517
Die (sunnitisch-)islamischen Osmanen (Türken) unterwerfen unter Sultan Selim I. nicht nur die Gebiete der heutigen Staaten Libanon, Syrien, Irak, Israel und Jordanien, sondern auch Ägypten, das (offiziell) bis 1913 (weitgehend selbstverwaltete) Provinz des riesigen Osmanischen Reiches bleibt.

21. Juli 1798
Die Franzosen unter Napoléon Bonaparte besiegen in der entscheidenden Schlacht bei den Pyramiden von Gizeh die Mamelucken und erobern Ägypten.

1801
Türkische und britische Einheiten vertreiben die napoleonischen Truppen aus Ägypten.

2. November 1805
Der aus Albanien stammende türkische Offizier Mehmed Ali (auch Mohammed Ali) macht sich zum Pascha (Statthalter) von Ägypten (1806 offiziell von Istanbul anerkannt). Er leitet eine umfangreiche Modernisierung des Landes ein und beginnt mit dem Anbau von Baumwolle. Damit schafft er die Basis für den späteren unabhängigen Staat Ägypten.

1812
Mehmed Ali wird von den Türken mit der Eroberung des Wahabitenreiches (heute Saudi-Arabien) beauftragt. Dank einer mit modernsten Waffen ausgestatteten ägyptisch-türkischen Armee gelingt ihm dies bis 1814.

Ab 1820
Mehmed Ali gelingt bis 1822 die Unterwerfung des oberen Niltals (Sudan).

Ab 1831
Die Truppen Mehmed Alis besetzen (mit Hilfe Frankreichs) die Gebiete der heutigen Staaten Israel, Jordanien, Syrien und Libanon sowie einen Teil des heutigen Saudi-Arabien und rücken weiter nach Anatolien vor, müssen sich allerdings auf Druck einer zu dieser Zeit mit Istanbul verbündeten europäischen Allianz (Großbritannien, Rußland, Österreich, Preußen) im Jahre 1840 wieder nach Ägypten zurückziehen, nachdem sie von den zu diesem Zeitpunkt mit der Unterwerfung Algeriens beschäftigten Franzosen im Stich gelassen wurden. Allerdings wird Mehmed Ali nun offiziell der erbliche Titel „Khedive“ (Vizekönig) zuerkannt.

1. September 1848
Mehmed Ali dankt ab und sein Stiefsohn Ibrahim übernimmt die Macht in Ägypten, stirbt jedoch noch im selben Jahr, und dessen Sohn Abbas I. übernimmt die Nachfolge (bis 1854).

30. November 1854
Mehmed Ali dankt ab und sein Stiefsohn Ibrahim übernimmt die Macht in Ägypten, stirbt jedoch noch im selben Jahr, und dessen Sohn Abbas I. übernimmt die Nachfolge (bis 1854).

25. April 1859
Nachdem Frankreich von Said, dem Enkel Mehmed Alis, der sich um eine weitere Modernisierung und Industrialisierung Ägyptens bemüht, die Konzession zum Bau einer Wasserstraße, die das Mittelmeer und das Rote Meer verbinden soll, erworben hatte, findet der erste Spatenstich statt.

18. Januar 1863
Nach dem Tode von Said übernimmt dessen Neffe Ismail die Macht in Ägypten.

17. November 1869
Der unter der Leitung von Ferdinand Vicomte de Lesseps gebaute Suezkanal wird eingeweiht. Er verkürzt den Seeweg von London nach Bombay um fast 9.000 Kilometer.

Ab 26. Juni 1879
Der derzeitige Vizekönig von Ägypten, Ismail, muß aufgrund der hohen Staatsverschuldung Ägyptens die Finanzkontrolle Frankreichs und Großbritanniens anerkennen und die ägyptischen Anteile am Suezkanal letztendlich an Großbritannien verkaufen. Daraufhin wird Ismail von Istanbul abgesetzt, und sein Sohn Taufik wird Vizekönig von Ägypten. Da es ihm nicht gelingt, das Land aus der finanziellen Misere zu führen, kommt es 1881 zu einer Militärrevolte nationalistischer Offiziere unter Ahmed Arabi, die mit der Besetzung Ägyptens durch die Briten im Juli 1882 beendet wird. Obwohl die Oberhoheit des Osmanischen Reichs über Ägypten offiziell weiterbesteht und auch Taufik weiterhin Vizekönig bleibt, wird die eigentliche Macht von dem britischen Generalkonsul Lord Cromer ausgeübt. Der Sudan, wo der Nubier Muhammad Ahmad Ibn Abdallah 1881 als „Mahdi“ („Erlöser“) zum „Heiligen Krieg“ gegen Ägypten aufgerufen, die ägyptischen Truppen geschlagen und einen eigenen Staat gegründet hatte, kann jedoch auch von den Briten nicht zurückerobert werden.

29. Oktober 1888
Ein in Istanbul unterzeichnetes Abkommen regelt die völkerrechtliche Nutzung des Suezkanals: Es garantiert die freie Durchfahrt durch die Schiffahrtsstraße für Handels- und Kriegsschiffe aller Nationen und untersagt Kriegshandlungen gegen den Kanal und dessen Nebenanlagen.

7. Januar 1892
Taufiks Sohn, Abbas II. Hilmi, wird Vizekönig von Ägypten. Die eigentliche Macht liegt jedoch weiterhin in den Händen Großbritanniens.

2. September 1898
Ägyptisch-britischen Truppen gelingt in der entscheidenden Schlacht von Omduran unter der Führung des britischen Generals Horatio Herbert Kitchener (1911-14 Generalkonsul in Ägypten) die Zerstörung des Mahdi-Reiches im Sudan, das fortan (bis 1. 1. 1956) als britisch-ägyptisches Kondominion verwaltet wird.

20. Dezember 1914
Ägypten wird während des Ersten Weltkriegs offiziell britisches Protektorat unter Vizekönig Hussein Kamil.

9. Oktober 1917
Nach dem Tod von Hussein Kamil wird dessen Bruder Ahmed Fuad Vizekönig von Ägypten.

22. Februar 1922
Aufgrund anhaltender schwerer Unruhen in ganz Ägypten sehen sich die Briten gezwungen, das Land in die Unabhängigkeit zu entlassen, behalten sich jedoch weitgehende Rechte vor (u.a. die Sicherung des Suezkanals, die Landesverteidigung und den Schutz ausländischer Interessen); Ahmed Fuad akzeptiert und besteigt am 15. März als König Fuad I. den Thron von Ägypten.

5. November 1922
Der britische Archäologe Howard Carter entdeckt im Tal der Könige in der Nähe der oberägyptischen Stadt Luxor den Eingang zum Grab Tutanchamuns, des um 1337 v. Chr. im Alter von etwa 18 Jahren vermutlich ermordeten Pharao. Am 26. November öffnet Carter die Vorkammer. Das Grab Tutanchamuns ist unversehrt, die Kammer bis zur Decke mit fast 3.300 Jahre alten Schätzen angefüllt.

19. April 1923
Ägypten wird mit einer neuen Verfassung zur konstitutionellen Monarchie. Bei den Parlamentswahlen gewinnt die nationalistische Wafd-Partei, die die nächsten drei Jahrzehnte die führende politische Macht in Ägypten bleibt.

10. Oktober 1925
Im „Tal der Könige“ bei Luxor wird der goldene Sarkophag des altägyptischen Pharaos Tutenchamun (1347-37 v. Chr.), dessen mit kostbaren Beigaben ausgestattetes Grab bereits 1922 von dem britischen Archäologen Howard Carter entdeckt worden war, geöffnet.

28. April 1936
Faruk wird Nachfolger von Fuad I. Nach monatelangen Unruhen wird in Ägypten eine Koalitionsregierung gebildet, die Großbritannien dazu bewegt, auf einige im britisch-ägyptischen Vertrag von 1923 verbriefte Rechte zu verzichten und seine Truppen in die Suezkanalzone zurückzuziehen.

Ab 1939
Italienische und deutsche Truppen dringen in Ägypten ein, werden jedoch von der britisch-ägyptischen Armee unter General Montgomery besiegt.

22. März 1945
Mit dem Ziel weitgehender wirtschaftlicher, politischer und militärischer Zusammarbeit gründen Ägypten, Irak, (Süd-)Jemen, (Trans)Jordanien, Libanon, Saudi-Arabien und Syrien die „Arabische Liga“. Leitendes Organ ist der Rat der Liga mit ständigem Sitz in Kairo, dessen Beschlüsse für die Mitglieder jedoch nicht verbindlich sind. (Bis 1993 schließen sich noch Libyen [1953], Sudan [1956], Marokko [1958], Tunesien [1958], Kuwait [1961], Algerien [1962], Nordjemen [1967], die Vereinigten Arabischen Emirate [1971], Oman [1971], Bahrain [1971], Katar [1971], Mauretanien [1973], Somalia [1974], Palästina [seit 1976 durch die PLO vertretenes Vollmitglied], Dschibuti [1977]; Ägypten wird von 1979-89 wegen seines Friedensvertrages mit Israel suspendiert, und der Sitz der Liga wird bis 1990 nach Tunis verlegt).

Ab 1945
Nachdem weder Verhandlungen der Regierung noch Demonstrationen der Nationalisten den Truppenabzug der Briten aus Ägypten erreichen können, beginnen Guerilla-Gruppen gegen britische Einrichtungen in der Suez-Kanalzone zu operieren. Gleichzeitig führen Arbeitslosigkeit und Massenarmut, die Folgen von Korruption und Mißwirtschaft, zu sozialen Spannungen, die sich immer häufiger in Streiks, Demonstrationen und Gewaltakten entladen. Da sich die Oppositionsparteien nur noch der Interessen der Großgrundbesitzer und der städtischen Oberschicht annehmen und auch König Faruk an Popularität verloren hat, gewinnen die außerparlamentarischen Bewegungen der Kommunisten und vor allem die reaktionäre Moslembruderschaft zunehmend Einfluß in der Bevölkerung.

14. Mai 1948
Im ersten arabisch-israelischen Krieg dringen ägyptische Truppen in Israel ein, werden jedoch (trotz Militär- und Finanzhilfe aus Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten) unter schweren Verlusten zurückgetrieben.

26. Januar 1952
Wütende Nationalisten stecken in Kairo mehrere ausländische Einrichtungen in Brand.

23. Juli 1952
Nach einem unblutigen Putsch unter Oberst Gamal Abd el-Nasser (arabisch: Gamal Abd An Nasir) übernimmt das Militär die Macht in Ägypten. König Faruk wird zur Abdankung gezwungen und geht ins Exil. General Mohammed Nagib wird zum Vorsitzenden des „Führungsrats der Revolution“ gewählt.
(Auszüge aus der Geschichte Ägyptens)